CVE-2026-10670 in zephyr
Zusammenfassung
von VulDB • 14.07.2026
Der Überprüfungs-Handler für CONFIG_USERSPACE bei dem Systemaufruf `k_thread_name_copy()` (`z_vrfy_k_thread_name_copy()` in kernel/thread.c`) ruft `k_object_find()` mit dem vom Aufrufer bereitgestellten Thread-Zeiger auf und dereferenziert dann das zurückgegebene `struct k_object`, ohne es vorher auf NULL zu prüfen. `k_object_find()` gibt NULL zurück, wenn der übergebene Zeiger kein registriertes (statisches oder dynamisches) Kernel-Objekt ist.
Die Schutzmaßnahme vor dem Fix testete `thread == NULL` anstelle von `ko == NULL`. Daher durchläuft ein nicht privilegiierter Thread im Benutzermodus, der `k_thread_name_copy()` mit einem beliebigen, aber unregistrierten Zeiger (z. B. einer willkürlichen Adresse) aufruft, den NULL-Test erfolgreich. Anschließend liest der Verifizierer über einen NULL-Zeifer auf `ko->type` zu.
Da der Systemaufruf-Verifizierer im Supervisor-Modus ausgeführt wird, stellt diese Dereferenzierung von NULL einen Kernel-Fehler dar, der das System anhält oder neu startet. Dies ermöglicht es nicht vertrauenswürdigen Benutzeranwendungen, den Kernel über die Sicherheitsgrenze zwischen Userspace und Kernelspace hinweg zum Absturz zu bringen (Denial of Service). Der Marshaller übergibt das Thread-Argument an den Verifizierer ohne vorherige Validierung mittels `K_SYSCALL_OBJ`, sodass der ungültige Zeiger direkt auf den Fehler trifft.
Der Fehler betrifft Builds mit aktiviertem `CONFIG_USERSPACE` und `CONFIG_THREAD_NAME` und ist seit der Einführung der speziellen Lookup-Funktion um Version v2.0.0 vorhanden; er tritt in v4.4.0 und früheren Versionen auf. Der Fix ändert die Schutzmaßnahme so, dass vor dem Dereferenzieren geprüft wird, ob der Rückgabewert von `k_object_find()` NULL ist (`ko == NULL`).
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