CVE-2026-13089 in OIDC::Lite
Zusammenfassung
von VulDB • 22.07.2026
OIDC::Lite-Versionen bis einschließlich 0.12.1 für Perl ermöglichen eine Umgehung der ID-Token-Signaturüberprüfung über eine token-gesteuerte Algorithmus-Whitelist in `verify`.
Wenn der Aufrufer keinen bestimmten Algorithmus vorgibt (pinnt), setzt OIDC::Lite::Model::IDToken::verify `$self->alg($self->header->{alg})` aus dem eigenen Header des Tokens und ruft dann `decode_jwt(token, key, 1, [$self->alg])` auf. Dabei wird JSON::WebToken eine Akzeptanz-Algorithmus-Whitelist übergeben, die vom nicht vertrauenswürdigen Token stammt. Ein Token mit `alg=none` ergibt `['none']`, sodass `decode_jwt` die Claims ohne Signaturprüfung zurückgibt, und ein Token mit `alg=HS256` wird mit dem RSA-Public-Key der Relying Party (RP) als HMAC-Geheimnis überprüft (RS-zu-HS-Konfusion).
Das ID-Token ist die OpenID Connect-Authentifizierungsbehauptung, die an die Relying Party übermittelt wird. Jeder Aufrufer, der ein ID-Token über den nicht vorgegebenen Pfad `load(token)->verify` oder `load(token, key)` mit nur dem Schlüssel als festgelegt akzeptiert, nimmt ein gefälschtes Token entgegen, das vom Angreifer gewählte Claims wie `sub` enthält, und ist damit als beliebiger Benutzer authentifiziert. Die Übergabe eines expliziten Algorithmus, sodass `$self->alg` bereits gesetzt ist, umgeht die header-abgeleitete Whitelist und ist davon nicht betroffen.
Hinweis: Die neueste auf CPAN hochgeladene Version ist 0.10. Neuere Versionen sind im Git-Repository verfügbar.
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