CVE-2026-23235 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 11.07.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
f2fs: Korrektur des Zugriffs außerhalb der Grenzen (Out-of-Bounds) beim Lesen/Schreiben von sysfs-Attributen
Einige f2fs-sysfs-Attribute leiden unter einem Speicherzugriff außerhalb der gültigen Bereiche und einer fehlerhaften Behandlung ganzzahliger Werte, deren Größe nicht 4 Bytes beträgt.
Beispiel: vm:~# echo 65537 > /sys/fs/f2fs/vde/carve_out vm:~# cat /sys/fs/f2fs/vde/carve_out 65537 vm:~# echo 4294967297 > /sys/fs/f2fs/vde/atgc_age_threshold vm:~# cat /sys/fs/f2fs/vde/atgc_age_threshold 1
carve_out wird auf {struct f2fs_sb_info}->carve_out abgebildet, was ein 8-Bit-Ganzzahlwert ist. Die sysfs-Schnittstelle ermöglicht es jedoch, einen Wert größer als 255 festzulegen, was zu einer Aktualisierung außerhalb des gültigen Bereichs führt.
atgc_age_threshold wird auf {struct atgc_management}->age_threshold abgebildet, das ein 64-Bit-Ganzzahlwert ist, dessen sysfs-Schnittstelle jedoch Werte größer als UINT_MAX nicht korrekt setzen kann.
Die Ursachen sind: 1. __sbi_store() behandelt alle Standardwerte als unsigned int (vorzeichenlose Ganzzahl), was die Aktualisierung von Ganzzahlen mit mehr als 4 Bytes verhindert und zu Schreibzugriffen außerhalb der Grenzen für Ganzzahlen kleiner als 4 Bytes führt.
2. f2fs_sbi_show() geht ebenfalls davon aus, dass alle Standardwerte unsigned int sind, was zu Lesezugriffen außerhalb der Grenzen und einem fehlerhaften Zugriff auf Ganzzahlen mit mehr als 4 Bytes führt.
Dieser Patch führt {struct f2fs_attr}->size ein, um die tatsächliche Größe der jedem sysfs-Attribut zugeordneten Ganzzahl zu speichern. Mit diesen Informationen können Lese- und Schreibvorgänge für sysfs-Werte korrekt auf die Werte zugreifen und diese entsprechend ihrer tatsächlichen Datengröße aktualisieren, wodurch Speicherbeschädigungen und Abschneidungen (Truncation) vermieden werden.
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