CVE-2026-68102 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 10.08.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
drm/amdgpu: Behebung eines Lecks bei der Aperture-Zuordnung (aperture mapping leak)
amdgpu_pci_remove() ruft drm_dev_unplug() auf, bevor die Treiber-Finalisierungs-Routinen (driver fini routines) ausgeführt werden. Dies führt dazu, dass drm_dev_enter() in amdgpu_ttm_fini() immer false zurückgibt, sodass iounmap(aper_base_kaddr) bei einem normalen Deinstallieren des Treibers nie ausgeführt wird und ein verwaister Eintrag im x86-PAT-Intervallbaum (PAT interval tree) übrig bleibt.
Bei mit der CPU verbundenen Hardware ist die Aperture über ioremap_cache() als write-back (WB, schreibpuffernd) abgebildet. Beim Neuladen ruft die IP-Erkennung memremap(..., MEMREMAP_WC) für denselben Bereich auf. Der Konflikt zwischen WC (write-combining) und WB führt zu:
ioremap-Fehler für 0x..., angefordert 0x1, erhalten 0x0 amdgpu: Erkennung fehlgeschlagen: -2
Behoben durch den Wechsel zu devres-verwalteten Abbildungen, sodass die Bereinigung unabhängig vom Zustand von drm_dev_enter() garantiert ist:
- connected_to_cpu-Pfad: devm_memremap(MEMREMAP_WB). Für Bereiche der IORESOURCE_SYSTEM_RAM wird hierüber der try_ram_remap()-Kürzelweg genutzt, der __va(offset) aus dem vorhandenen direkten Kernel-Direktabbild zurückgibt. Es werden keine neuen ioremap-VA oder PAT-Einträge erstellt, sodass nichts verwaist.
- dGPU-Pfad: devm_ioremap_wc() registriert iounmap() als devres-Aktion und garantiert so die Bereinigung zum Zeitpunkt von device_del().
Außerdem wurde iounmap(aper_base_kaddr) aus amdgpu_device_unmap_mmio() entfernt, da das Abbild nun im Besitz der devres-Verwaltung ist.
v2: Entfernen des redundanten x86_64-Guards (Lijo)
(cherry picked from commit d871e99879cb5fd1fa798b006b4888887e63a17a)
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