CVE-2026-68337 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 10.08.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
bpf: Weiterleitungshilfsfunktionen ohne bpf_net_context zurückweisen
Die Hilfsfunktionen `bpf_redirect*()` und `skb_do_redirect()` rufen die aufgabenbezogenen Informationen zur BPF-Weiterleitung (`bpf_redirect_info`) über `bpf_net_ctx_get_ri()` ab, was den Zeiger `current->bpf_net_context` bedingungslos dereferenziert. Dieser Kontext wird in den Pfaden eingerichtet, die tc-BPF ausführen, wie z. B. `sch_handle_{ingress,egress}()`, *außer* im Fall, wo `{cls,act}_bpf` an ein ordnungsgemäßes qdisc angehängt wurde. Ein Programm, das von dort ausgeführt wird, erreicht die Dereferenzierung einer NULL-Adresse auf zwei Arten:
* Es ruft `bpf_redirect()` direkt auf, was den Kontext ganz oben in der Hilfsfunktion dereferenziert:
tc qdisc add dev eth0 root handle 1: red limit 1MB min 10KB max 20KB \ avpkt 1000 burst 100 qevent early_drop block 10 tc filter add block 10 pref 1 bpf obj redirect.o
* Es gibt einfach `TC_ACT_REDIRECT` zurück, ohne eine Hilfsfunktion aufzurufen: `tcf_qevent_handle()` leitet dann an `skb_do_redirect()` weiter, was den Kontext dereferenziert.
Anstatt das Management von `bpf_net_context` in den qdisc-Pfad zu erweitern, lassen die Weiterleitungshilfsfunktionen nun keine Operationen mehr zu, wenn kein Kontext vorhanden ist, und veranlassen `tcf_qevent_handle()`, ein Urteil vom Typ `TC_ACT_REDIRECT` fallen zu lassen, anstatt `skb_do_redirect()` aufzurufen. Das vorherige Verhalten war ein Absturz; durch die Nichtunterstützung dieses Falls regressiert daher nichts.
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