CVE-2026-72035 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 15.08.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
net/sched: sch_taprio: Direkten dequeue-Aufruf durch peek und qdisc_dequeue_peeked ersetzen
Wenn der Software-Pfad von taprio ein nicht work-conserving untergeordnetes QDisc (Queueing Discipline) mit „peek“ betrachtet, speichert das untergeordnete Element den gesehene SKB in seinem Feld `gso_skb`; `taprio_dequeue_from_txq()` nimmt dann das Paket über einen direkten Aufruf der `->dequeue()`-Methode des Kindes entgegen, wodurch diese Speicherung ignoriert wird. Dies führt dazu, dass der gesehene SKB verwaist und die qlen/Backlog-Werte des untergeordneten Elements nicht mehr synchronisiert sind. Bei einem qfq-untergeordneten Element führt dies zu einer erneuten Betreten desselben auf einer geleerten Liste sowie zur Dereferenzierung von NULL, was im Kernel einen Panic auslöst (ausgelöst durch Softirq bei normalem Egress).
Das Paket wird nun über `qdisc_dequeue_peeked()` entnommen, wie es auch sch_red und sch_sfb bereits tun. Die Hilfsfunktion gibt zuerst den vom untergeordneten Element zwischengespeicherten SKB zurück; ist keiner vorhanden, erfolgt kein Effekt (No-Op). Ein work-conserving untergeordnetes Element bleibt somit unverändert betroffen, während der gated-Pfad nun den SKB verbraucht, dessen Länge dem Budget angerechnet wurde.
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