CVE-2026-72116 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 17.08.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
can: bcm: Behebung veralteter RX-/TX-Operationen nach dem Entfernen des Geräts
RX: Ein RX_SETUP-Update (!) für eine bestehende Operation übersprang can_rx_register() bedingungslos, selbst wenn ein gleichzeitiger NETDEV_UNREGISTER die Registrierung bereits abgebaut hatte (op->rx_reg_dev == NULL). Dies führte dazu, dass die Zustellung von Frames für diesen aktualisierten Filter stillschweigend nicht wieder aktiviert wurde. bcm_rx_setup() registriert in diesem Fall erneut und lässt dabei rx_ops mit ifindex = 0 (alle CAN-Geräte), die niemals eine als solche registrierte rx_reg_dev tragen.
TX: bcm_notify() behandelte nur bo->rx_ops bei NETDEV_UNREGISTER, wodurch tx_ops mit einer aktiven zyklischen Übertragung zurückgelassen wurden, die ihren hrtimer endlos neu auslöste, um bcm_tx_timeout_handler() auszuführen. Das Abbrechen des hrtimers verhindert den außer Kontrolle geratenen Timer und jegliche Injektion in einen später wiederverwendeten ifindex, da nichts anderes bcm_can_tx() für die Operation aufruft, bis ein explizites TX_SETUP-Update es erneut aktiviert.
Im Gegensatz zu bcm_rx_unreg(), das die verfolgte rx_reg_dev für rx_ops löscht, wird der ifindex bei tx_ops absichtlich unverändert gelassen. bcm_tx_setup() lehnt ifindex 0 immer ab; daher würde dessen Löschung die Operation ins Leere laufen lassen: Weder ein späteres TX_SETUP (bcm_find_op()) noch ein TX_DELETE (bcm_delete_tx_op()) könnten sie jemals wieder finden, da beide eine exakte Übereinstimmung des ifindex erfordern.
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