CVE-2026-80772 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 04.09.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
HID: nintendo: Behebung eines Out-of-Bounds-Lesezugriffs in joycon_ctlr_read_handler()
joycon_ctlr_read_handler() castet einen eingehenden HID-Eingabebericht auf `struct joycon_input_report` und parst ihn, wobei der Cast nur durch eine Längenprüfung von 12 Bytes abgesichert ist:
if (size >= 12) /* sicherstellen, dass er den Eingabebericht enthält */ joycon_parse_report(ctlr, (struct joycon_input_report *)data);
`struct joycon_input_report` hat eine Größe von 49 Byte: ein 13-Byte-Kopf gefolgt von einer Union, deren IMU-Arm 36 Byte groß ist. Für einen IMU-Bericht durchläuft `joycon_parse_report()` -> `joycon_parse_imu_report()` diese Union (Strukturversätze 13..48), sodass ein Bericht mit exakt 12 Bytes und `data[0] == JC_INPUT_IMU_DATA` die Absicherung passiert, aber bis zu 37 Byte über seine deklarierte Länge hinaus gelesen wird. Die übergelesenen Bytes werden in Beschleunigungs-/Gyroskopwerte decodiert und über das Eingabegerät „(IMU)“ an den Userspace weitergeleitet, wodurch driver-interne Speicherinhalte offengelegt (Leaked) werden. `data[0]` und `size` können vollständig von einem böswilligen oder gespooften Joy-Con/Pro Controller gesteuert werden.
Empfangspuffer sind auf die maximale Berichtsgröße ausgelegt, sodass es sich um einen Over-Read innerhalb der Zuweisung handelt und nicht um ein Slab-OOB (Out-of-Bounds), aber die decodierten Bytes erreichen dennoch den Userspace.
Der verwandte Subcmd-Pfad in `joycon_ctlr_handle_event()` begrenzt denselben Cast bereits korrekt:
if (size < sizeof(struct joycon_input_report) || data[0] != JC_INPUT_SUBCMD_REPLY)
break;
Verwenden Sie hier dieselbe Begrenzung mit `sizeof(struct joycon_input_report)`.
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