CVE-2026-80806 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 04.09.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
ext4: DAX nicht für neue verschlüsselte Dateien aktivieren
Derzeit wird bei der Erstellung einer neuen regulären, verschlüsselten Datei der Aufruf von `ext4_set_inode_flags(inode, init=true)` in `__ext4_new_inode()` ausgeführt, bevor `EXT4_INODE_ENCRYPT` festgelegt ist. Infolgedessen kann `S_DAX` gesetzt werden, wenn das Dateisystem mit dem Parameter „-o dax=always“ eingehängt wird.
`EXT4_INODE_ENCRYPT` wird erst etwas später in `__ext4_new_inode()` tatsächlich festgelegt, und zwar beim Aufruf von `fscrypt_set_context()`, welches seinerseits `ext4_set_context()` aufruft. `ext4_set_context()` setzt `EXT4_INODE_ENCRYPT` und ruft `ext4_set_inode_flags(inode, init=false)` auf, um auch `S_ENCRYPTED` zu setzen.
Dies sollte ursprünglich ebenfalls dazu dienen, `S_DAX` zurückzusetzen (zu löschen). Dies wurde jedoch durch den Commit 043546e46dc7 („fs/ext4: Only change S_DAX on inode load“) fehlerhaft gemacht. Dadurch wird Datenverkehr in die Datei um die Verschlüsselung herumgeleitet, was auch zu Fehlern bei xfstests wie generic/548 führt (wenn „-o dax=always“ verwendet wird).
Behoben wird dies durch eine Vereinfachung des Ablaufs: `__ext4_new_inode()` setzt nun früher `EXT4_INODE_ENCRYPT`. Dadurch wirkt es in `ext4_set_inode_flags(inode, init=true)` und verhindert, dass `S_DAX` jemals gesetzt wird.
Ebenso wird sichergestellt, dass `EXT4_STATE_MAY_INLINE_DATA` bei neuen verschlüsselten Inodes von vornherein nicht gesetzt wird. Somit muss es auch nicht zurückgesetzt werden.
Als Ergebnis dieser Vereinfachungen benötigt `ext4_set_context()` keine Änderung der Inode-Flags oder des Status mehr, wenn ‚handle != NULL‘ ist. Dies wurde ebenfalls entfernt.
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