CVE-2026-80840 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 04.09.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
ipv6: seg6: IPv4-Control-Block bei IPIP-Dekapsalisierung löschen
End.DX4 und End.DT4 kapseln ein IPv4-Paket durch decap_and_validate() aus und leiten es direkt an die IPv4-Routingschicht weiter. Das innere Paket umgeht daher ip_rcv_core(), welches normalerweise IPCB löscht, bevor IPv4 skb->cb interpretiert.
Der skb behält stattdessen IP6CB-Daten des äußeren Pakets bei. IP6CB und IPCB verwenden denselben Speicherbereich für skb->cb, sodass IP6CB(skb)->lastopt mit IPCB(skb)->opt.optlen und srr überlappt, während IP6CB(skb)->nhoff mit rr und ts überlappt.
Der Absender kann das veraltete optlen-Byte durch eine gültige Kette von Erweiterungsheadern auf einen Wert ungleich Null setzen. Die Reproduktionsprogramme platzieren einen acht Byte langen Destination Options Header unmittelbar nach dem 40-Byte IPv6-Header und vor dem Segment Routing Header. ipv6_destopt_rcv() speichert den vom Absender kontrollierten Offset der Destination Options in lastopt und nhoff, indem es beide auf 40 setzt. Auf einem reproduzierten little-endian x86-64-Kern sieht IPv4 daher optlen = 40 und rr = 40.
Sowohl tcp_v4_save_options() als auch __ip_options_echo() überspringen das Kopieren von Optionen, wenn optlen null ist. Hier ist optlen jedoch 40, sodass der TCP SYN-Pfad Speicher für 40 Byte an Optionendaten alloziert und __ip_options_echo() aufruft. Der veraltete rr-Wert lässt diese Funktion das innere Paket-Byte 41 als die Länge der Record Route-Option lesen. Die Reproduktionsprogramme setzen dieses vom Absender kontrollierte Byte auf 255, sodass __ip_options_echo() 255 Bytes in den 40-Byte großen Optionendatenbereich kopiert.
Separate End.DX4- und End.DT4-Reproduktionsprogramme für den ungepatchten v7.2-rc5-Kern erzeugten beide:
BUG: KASAN: slab-out-of-bounds in __ip_options_echo() Write of size 255
Der relevante Aufrufpfad von End.DX4 ist:
__ip_options_echo tcp_v4_route_req tcp_conn_request tcp_v4_conn_request tcp_rcv_state_process tcp_v4_do_rcv tcp_v4_rcv ip_protocol_deliver_rcu ip_local_deliver_finish ip_local_deliver input_action_end_dx4_finish input_action_end_dx4
Der relevante Aufrufpfad von End.DT4 ist:
__ip_options_echo tcp_v4_route_req tcp_conn_request tcp_v4_conn_request tcp_rcv_state_process tcp_v4_do_rcv tcp_v4_rcv ip_protocol_deliver_rcu ip_local_deliver_finish ip_local_deliver input_action_end_dt4
tcp_v4_save_options() ist in den Pfad von tcp_v4_route_req() inline eingefügt, daher erscheint es nicht als separater Frame.
Wenn decap_and_validate() IPPROTO_IPIP verarbeitet, speichern Sie das Eingangsinterface aus IP6CB, löschen IPCB und stellen den gespeicherten Wert wieder her. Dies im gemeinsamen Dekapsalisierungspfad zu tun, deckt End.DX4, End.DT4 und die IPv4-Arme von End.DT46 ab.
Verwenden Sie IP6CB(skb)->iif anstelle von skb->skb_iif. Diese Aktionen werden nach der l3mdev-Verarbeitung ausgeführt, welche skb_iif durch den L3-Master ersetzen kann; das iif in IP6CB zeichnet weiterhin das Empfangsinterface auf, das beim IPv6-Eingang festgelegt wurde.
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