CVE-2026-80904 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 04.09.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
net/tls:tls_sw_splice_read() nach einem fehlgeschlagenen asynchronen Entschlüsselungsvorgang fehlschlagen lassen
Wenn eine asynchrone Entschlüsselung fehlschlägt, protokolliert tls_decrypt_done() den Fehler in ctx->async_wait.err und ruft tls_err_abort() auf, welcher ihn in sk_err speichert. Sowohl tls_sw_recvmsg() als auch tls_sw_read_sock() lesen async_wait.err aus, sobald sie die Reader-Lock halten, und lassen den Aufruf fehlschlagen: Ein Datensatz (Record), der nicht authentifiziert wurde, bricht die Verbindung ab.
tls_sw_splice_read() verfügt über keine solche Prüfung, und sk_err steht dafür auch nicht ein. tls_rx_rec_wait() testet auf sk_err nur innerhalb der Schleife; diese wird jedoch übersprungen, sobald ein Datensatz bereits analysiert wurde, und der erste Reader, der sock_error() erreicht, löscht diesen Wert, während async_wait.err bestehen bleibt. Daher liefert splice weiterhin Datensätze über eine Verbindung aus, die von recvmsg() und read_sock() nicht gelesen werden sollen.
Lesen Sie in tls_sw_splice_read() den Inhalt von async_wait.err ein, wie es auch die anderen beiden Reader tun.
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