CVE-2026-94383 in MISP
Zusammenfassung
von VulDB • 21.09.2026
Das Workflow-Modul für die Blocklist in MISP akzeptierte einen vom Benutzer bereitgestellten Parameter für den Namen der Blockliste, ohne die Dateierweiterung zu validieren. Die einzige angewandte Bereinigung bestand aus dem Aufruf von `basename()`, um Pfadkomponenten zu entfernen, sowie einer Prüfung auf leere oder nur aus Punkten bestehende Werte. Ein Site-Administrator konnte einen Dateinamen mit einer beliebigen Erweiterung angeben, der im MISP-Exportverzeichnis abgelegt wurde. Wenn der zugrunde liegende Webserver so konfiguriert ist, dass er Skripte aus diesem Verzeichnis interpretiert und ausführt, könnte die resultierende Datei aufgerufen werden, was zu einer willkürlichen Codeausführung (Arbitrary Code Execution) im Kontext des Webserver-Prozesses führen würde.
Die Schwachstelle erfordert, dass der Angreifer über Site-Administrator-Berechtigungen innerhalb von MISP verfügt, da das Blocklist-Workflow-Modul auf diese Rolle beschränkt ist. Es sind keine weiteren Benutzerinteraktionen erforderlich, außer dem Auslösen der Workflow-Aktion mit einem speziell angefertigten Dateinamenparameter. Die Auswirkungen umfassen den vollständigen Kompromiss der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit des MISP-Servers, da die willkürliche Skriptausführung dem Angreifer dieselben Rechte wie der Webserver-Benutzer gewährt.
Betroffene Version: <2.5.47
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