CVE-2026-53396 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 19.07.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
nfsd: Behebung eines posix_acl-Lecks und einer ignorierten Fehlermeldung in nfsd4_create_file
Die Funktion nfsd4_create_file() weist zwei Bugs bei der ACL-Verarbeitung auf:
Der Rückgabewert von nfsd4_acl_to_attr() wird stillschweigend verworfen. Wenn die Konvertierung von NFSv4-zu-POSIX-ACLs fehlschlägt (z. B. -EINVAL für nicht unterstützte ACE-Typen), wird die Datei ohne jegliche ACL erstellt und der Client erhält NFS4_OK zurück. Dies verstößt gegen RFC 7530/8881, welche vorschreiben, dass der Server nicht unterstützte Attribute bei CREATE ablehnen muss.
Wenn start_creating() fehlschlägt, nachdem die ACL-Attribute in attrs bereits befüllt wurden (entweder über nfsd4_acl_to_attr oder durch Eigentumsübertragung von open->op_dpacl/op_pacl), springt die Funktion zu out_write und überspringt dabei nfsd_attrs_free(). Die posix_acl-Allokationen werden nicht freigegeben (Leck). Ein Client kann dies wiederholt mit OPEN(CREATE), ACL-Attributen und einem ungültigen Dateinamen (z. B. länger als NAME_MAX) auslösen.
Beide Probleme werden behoben, indem der Rückgabewert von nfsd4_acl_to_attr() erfasst wird und die frühen Fehlerpfade so geändert werden, dass sie zu out statt zu out_write springen. child wird mit ERR_PTR(-EINVAL) initialisiert, sodass end_creating() sicher aufgerufen werden kann, selbst wenn start_creating() niemals erreicht wurde.
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