CVE-2026-68151 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 10.08.2026
Im Linux-Kernel wurde die folgende Schwachstelle behoben:
binfmt_elf_fdpic: Nur den ersten PT_INTERP berücksichtigen
Die Scan-Routine für Programmheader behandelt PT_INTERP aus einer switch-Anweisung, die in der Scanschleife verschachtelt ist. Daher führt das break nur zum Verlassen des switches und nicht zur Beendigung der Schleife. Ein Binärprogramm mit mehr als einem PT_INTERP wird erneut im case-Zweig ausgeführt, wodurch sowohl interpreter_name als auch interpreter überschrieben werden. Die vorherige Namenszuweisung wird dabei geleakt (nicht freigegeben), ebenso wie die vorherige Interpreter-Referenz sowie die Schreibschutz-Sperre, die open_exec() darauf gesetzt hat. Diese Sperre wird niemals aufgehoben, sodass die Datei so lange schreibgeschützt bleibt, bis das System neu gestartet wird.
Ein unprivilegierter Aufrufer kann dies durch ein speziell konstruiertes Binärprogramm ausnutzen und den Vorgang beliebig wiederholen. binfmt_elf stoppt beim ersten PT_INTERP. Dies soll hier ebenfalls geschehen.
Der Fehler geht auf die Einführung des Treibers in der Vor-Git-Verlaufshistorie zurück, die mit v2.6.11 durch 91808d6ebe39 („[PATCH] FRV: Add FDPIC ELF binary format driver“) eingeführt wurde.
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