CVE-2026-68174 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 10.08.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
tracing: Behebung der Union-Überlappung von „module“ und „refcnt“ für dynamische Ereignisse
In ‚struct trace_event_call‘ teilen sich der Zeiger ‚module‘ und die atomare Variable ‚refcnt‘ denselben Speicherbereich in einer Union. Für dynamische Ereignisse ist das Union-Mitglied ‚refcnt‘, das als aktiver Referenzzähler fungiert.
Wenn ein dynamisches Ereignis (z. B. kprobe, uprobe, fprobe, eprobe oder wprobe) einen von Null verschiedenen Zählwert aufweist (etwa aufgrund aktiver Ereignisauslöser oder Perf-Anbindungen), ergibt die Auswertung von ‚call->module‘ eine kleine ganzzahlige Zahl ungleich NULL anstelle von NULL.
Beim Filtern oder Festlegen von Ereignissen für ein bestimmtes Modul (z. B. durch Schreiben von „:mod:<Modul>“ in „set_event“) liest der Code in ‚__ftrace_set_clr_event_nolock()‘ und ‚update_event_fields()‘ direkt auf ‚call->module‘ zu, ohne vorher zu prüfen, ob es sich um ein dynamisches Ereignis handelt. Dies führt dazu, dass der Kernel die kleine ganzzahlige Zahl (refcnt) als Zeiger auf eine ‚struct module‘ behandelt, was beim Dereferenzieren des Modulnamens zu einer NULL-/ungültigen Pointer-Dereferenzierung (Oops) führt.
Behoben wird dies durch Sicherstellung, dass das Flag „TRACE_EVENT_FL_DYNAMIC“ geprüft wird, bevor ‚call->module‘ in diesen Codepfaden als gültiger Zeiger behandelt wird.
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