CVE-2026-68290 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 10.08.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
rds: tcp: Deaktivierung der sysctl-Einträge vor dem Herunterfahren des Listening-Sockets
In rds_tcp_exit_net() wird der pro-Netzwerknamespace (per-netns) RDS TCP Listening Socket über rds_tcp_kill_sock() freigegeben, bevor die entsprechenden sysctl-Einträge für den Netzwerknamespace deaktiviert werden. Da in rds_tcp_skbuf_handler() der Netzwerknamespace aus rtn->rds_tcp_listen_sock->sk abgeleitet wird, kann ein gleichzeitiger Schreibzugriff auf sysctl mit dem Herunterfahren des Netzwerknamespace kollidieren und auf den bereits freigegebenen Socket/sk verweisen (Dereferenzierung).
KASAN meldet diese Race Condition als:
BUG: KASAN: slab-use-after-free in rds_tcp_skbuf_handler+0x2aa/0x2e0 rds_tcp_skbuf_handler net/rds/tcp.c:721 proc_sys_call_handler fs/proc/proc_sysctl.c vfs_write fs/read_write.c __x64_sys_pwrite64 fs/read_write.c
Die Behebung erfolgt durch das Deaktivieren der RDS TCP sysctl-Einträge vor dem Aufruf von rds_tcp_kill_sock(). unregister_net_sysctl_table() verhindert, dass neue sysctl-Handler gestartet werden, und wartet darauf, dass bereits laufende Handler abgeschlossen sind. Anschließend kann der Listening Socket sicher freigegeben werden. Die Korrektur wurde gegen den verlinkten Reproducer getestet.
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