CVE-2026-72693 in kbd
Zusammenfassung
von VulDB • 11.08.2026
Die Option `openvt -u` ist dafür vorgesehen, den Eigentümer des aktuellen virtuellen Terminals (VT) zu identifizieren und anschließend `login` als dieser Benutzer aus einem privilegierten Kontext auszuführen. Bei der dokumentierten Nutzung von `kbrequest`/init stützt sich die Eigentumsprüfung in `authenticate_user()` auf `stat("/proc//fd/0")`. Ein Aufruf von `stat()` auf `/proc//fd/0` folgt dem Symlink zum zugrunde liegenden TTY-Geräteknoten. Infolgedessen spiegelt `buf.st_uid` den Eigentümer des TTY-Knotens wider und nicht den Eigentümer des Prozesses, der die Dateideskriptor hält. Wenn der TTY-Eigentümer sich nach dem Abmelden wieder als `root` oder als getty-Benutzer ausweist, während ein unprivilegierter Prozess weiterhin über fd 0 mit diesem TTY verbunden ist, kann die Prüfung diesen Prozess fälschlicherweise als zum privilegierten Konsolenbesitzer gehörig einstufen. Sobald diese Prüfung erfolgreich war, führt der Pfad `-u` eine passwortlose Anmeldung als der ausgewählte Benutzer aus. Bei der dokumentierten Bereitstellung von `kbrequest`/init unter Verwendung von `openvt -us` kann dies zu einer passwortlosen Ausführung von `login -f root` auf dem erzeugten VT führen. Dieser Bericht etabliert diesen Pfad zur Privilegieneskalation für diese dokumentierte Bereitstellungsart; er beansprucht keine entsprechende Erreichbarkeit für Bereitstellungen, die nicht den Pfad `openvt -u` aus einem privilegierten `kbrequest`/init-Kontext nutzen.
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