CVE-2026-89908 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 16.09.2026
Im Linux-Kernel wurde die folgende Schwachstelle behoben:
LoongArch: KVM: Bewahrung der arch-spezifischen Flags von memslot bei KVM_MR_FLAGS_ONLY
kvm_arch_prepare_memory_region() berechnet new->arch.flags, d.h., ob ein memslot als KVM_MEM_HUGEPAGE_CAPABLE oder KVM_MEM_HUGEPAGE_INCAPABLE eingestuft wird, ausschließlich für die Fälle KVM_MR_CREATE und KVM_MR_MOVE. Für alle anderen Änderungen erfolgt eine vorzeitige Rückgabe (early return). Der generische Code weist jedoch für jede Änderung einen auf Null gesetzten memslot zu und kopiert niemals old->arch. Daher hat der aktive memslot nach einem Update vom Typ KVM_MR_FLAGS_ONLY, z.B. beim Umschalten von KVM_MEM_LOG_DIRTY_PAGES zur Live-Migration, den Wert arch.flags == 0.
Wenn beide Flags gelöscht sind, fällt fault_supports_huge_mapping() durch bis auf die Ausrichtungsprüfung für den HVA-Bereich allein, welche nicht mehr überprüft, ob GPA und HVA innerhalb einer PMD (Page Middle Directory) denselben Offset aufweisen. Ein memslot, der aufgrund eines GPA/HVA-Offset-Mismatches als KVM_MEM_HUGEPAGE_INCAPABLE markiert war, kann dann bei Read-Faults mit PMD-Einträgen gemappt werden. Da kvm_map_page() die gfn (Guest Frame Number) und die pfn (Physical Frame Number) unabhängig voneinander ausrichtet, greift der Gast auf falsche Host-Seiten zu – genau den in dem Kommentar über der Prüfung beschriebenen Fall „d -> f, e -> g“.
Für KVM_MR_FLAGS_ONLY werden die arch-spezifischen Flags vom alten memslot übernommen, da GPA, HVA und Größe für diesen Fall als unverändert garantiert sind.
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