CVE-2026-89942 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 16.09.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
iio: buffer: Behebung eines potenziellen Use-After-Free beim Freigeben von anonymen Puffern
Ein Handle für einen anonymen Buffer hält eine Referenz auf das zugrunde liegende IIO-Gerät. Die Referenz wird in der Release-Funktion des Buffer-Handles freigegeben. Wenn das Gerät entfernt wurde, entweder durch Unbind oder Hot-Unplug, könnte das Buffer-Handle die letzte verbleibende Referenz halten.
Die Release-Funktion sperrt den Mutex für den Buffer unter Verwendung eines Guards (Schutzes), was bedeutet, dass die Entsperrung erst nach dem gesamten Code in der Funktion erfolgt, einschließlich `iio_device_put()`. Wenn der anonyme Buffer die letzte Referenz hält, kann dies sowohl das IIO-Gerät als auch den Buffer freigeben, welcher den Mutex enthält. Dies führt zu einem Use-After-Free, wenn der Mutex entsperrt wird.
Dieses Problem wird behoben, indem ein scoped guard (bereichsgebundener Schutz) ausschließlich um den Zugriff auf die dmabuf-Liste des Buffers verwendet wird, wodurch sichergestellt wird, dass der Mutex vor dem Freigeben des IIO-Geräts entsperrt wird.
In Version 10 des Patches, der dieses Problem eingeführt hat, wurde genau diese Methode angewendet: Zuerst Entsperren und dann die Referenz freigeben [1]. Während der Überprüfung wurde vorgeschlagen, einen Guard zu verwenden stattdessen, und in Version 11 wurde diese Änderung vorgenommen [2].
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