CVE-2026-90013 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 17.09.2026
Im Linux-Kernel wurde die folgende Schwachstelle behoben:
tracing: Trace-Array-Referenz beim Öffnen der Optionsdatei übernehmen
Die Optionsdateien nehmen keine Referenz auf das von ihnen repräsentierte trace_array auf. Dies kann zu einem Use-After-Free-Kernelpufferfehler (Kernel-Crash) führen, wenn eine dieser Dateien von einer Aufgabe geöffnet wird und eine andere Aufgabe die Instanz entfernt, für die die Option gilt. Da beim Öffnen keine Referenz übernommen wird, wird das Entfernen nicht gestoppt, wodurch der Optionsdeskriptor freigegeben wird, der gerade verwendet wird.
Da die Optionen bei der Systemstart-Erstellung dynamisch sind, repräsentiert jede Datei ein Flag im trace_array. Das trace_array verfügt über ein Array von Indizes zur Darstellung dieser Flags, das in dem Array `trace_flags_index` gespeichert ist. Die Adresse des Index-Array-Elements wird verwendet, um den Zeiger `inode->i_private` zu übergeben. Anschließend wird dieses Element gelesen, welches den Index (der das Flag repräsentiert) enthält, und dann wird der Index verwendet, um den trace_array-Deskriptor aus dessen Array `trace_flags_index` zu berechnen.
Ein Problem besteht darin, dass das Index-Element nicht referenziert werden kann, bevor die Referenz des trace_array übernommen wurde. Um dies zu handhaben, wird eine neue Hilfsfunktion namens `trace_array_options_get()` erstellt, die alle vorhandenen trace_arrays in der Liste `ftrace_trace_arrays` (unterhalb von `trace_types_lock`) durchläuft und die übergebene Adresse des Index-Elements mit dem gesamten Array des `trace_flags_index`-Arrays des trace_array vergleicht. Wenn es übereinstimmt, wird die entsprechende Referenz des trace_array erhöht und zurückgegeben.
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