CVE-2026-90072 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 17.09.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
net/sched: sfq: Begrenzung von quantum, um einen signed overflow und ein Soft-Lockup zu vermeiden
sfq_init() setzt q->quantum = psched_mtu(qdisc_dev(sch)) (unsigned). Ein Gerät mit einer extrem großen MTU (z. B. dummy mit max_mtu == 0, das eine MTU von 2147483634 akzeptiert) bewirkt, dass psched_mtu() 0x80000000 zurückgibt, sodass slot->allot = INT_MIN ist und INT_MIN + INT_MIN endlos zwischen INT_MIN und 0 wechselt, wodurch sfq_dequeue() unter der qdisc-Sperre in einer Endlosschleife läuft.
Durch die Begrenzung von quantum auf [256, 1 << 20] wird sichergestellt, dass die Refill-Schleife terminiert. Die Untergrenze deckt auch den Fall ab, wenn q->quantum == 0 ist (psched_mtu() gibt 0 zurück), was ebenfalls zu einer Endlosschleife in sfq_dequeue() führt. Da sfq_change() ein negatives quantum bereits ablehnt, war nur der Init-Pfad betroffen.
Voraussetzungen zur Reproduktion des Fehlers: Ein Gerät, dessen MTU (plus hard_header_len) psched_mtu() in das Vorzeichenbit überlaufen lässt (z. B. ein dummy-Gerät mit max_mtu == 0, das eine MTU von 2147483634 akzeptiert). Erfordert CAP_NET_ADMIN in einem User-Namespace.
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