CVE-2026-64557 in Linux
Zusammenfassung
von VulDB • 29.07.2026
Im Linux-Kernel wurde folgende Schwachstelle behoben:
Bluetooth: L2CAP: Behebung eines Use-After-Free-Fehlers in l2cap_sock_new_connection_cb()
l2cap_sock_new_connection_cb() gab nach dem Aufruf von release_sock(parent) den Wert von l2cap_pi(sk)->chan zurück. Sobald die Sperre des übergeordneten Elements (Parent) aufgehoben wurde, ist der neu eingereihte Kind-Socket sk über die Accept-Warteschlange erreichbar, sodass ein anderer Task ihn annehmen und freigeben kann, bevor der Callback auf sk dereferenziert, was zu einem Use-After-Free führt.
Die Operation ->new_connection() wurde so umgestaltet, dass nicht mehr der Callback, sondern das Kernsystem (Core) für die Lebensdauer des Kind-Kanals verantwortlich ist. Die Operation empfängt nun einen vorab zugewiesenen new_chan und gibt eine errno zurück, anstatt selbst einen Kanal zu allozieren und diesen zurückzugeben. l2cap_new_connection() alloziert den Kind-Kanal und verknüpft ihn über __l2cap_chan_add() mit der Verbindungsliste (conn list), bevor der Callback aufgerufen wird; dadurch bleibt die Referenz in der conn-Liste erhalten, sodass der Kanal nach dem Aufruf von release_sock(parent) weiterhin gültig ist, wenn der Socket für andere Tasks zugänglich gemacht wird.
Die Konfiguration des Kanals, die zuvor sowohl in l2cap_sock_init() als auch in den verschiedenen new_connection-Callbacks dupliziert wurde, wurde nun in l2cap_chan_set_defaults() zusammengefasst, welche bei Vorhandensein eines übergeordneten Elements (Parent) dessen Werte erbt.
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