CVE-2026-18220 in Red Hatinfo

Zusammenfassung

von VulDB • 29.07.2026

In der BFD-Bibliothek des GNU Binutils wurde eine Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle im DLX ELF-Backend (bfd/elf32-dlx.c) gefunden. Die Funktion `dlx_rtype_to_howto()` ordnet ELF-Umlagerungstypen internen howto-Strukturen zu, führt jedoch vor dem Indizieren des Arrays `dlx_elf_howto_table[]` keine ausreichende Bereichsprüfung für angreiferkontrollierte Umlagerungstypwerte (über `ELF32_R_TYPE(r_info)`) durch. Der Zahlenraum der DLX-Umlagerungstypen ist nicht zusammenhängend (Basis-Typen 0-6, erweiterte Typen ab 0x10000+), doch erlaubt die Default-Bedingung in der switch-Anweisung beliebige Indexwerte, um auf den Array-Zugriff zuzugreifen.

Eine speziell angefertigte ELF/DLX-Objektdatei kann diesen Out-of-Bounds-Write auslösen, wenn sie von einem BFD-verwendenden Tool (objdump, readelf, strip, ld, nm, objcopy) verarbeitet wird. Die Schwachstelle wurde genutzt, um beliebigen Codeausführung durch einen File Stream Oriented Programming (FSOP)-Angriff gegen glibc FILE-Strukturen (stderr) zu erreichen und den Kontrollfluss auf `system()` umzuleiten.

Angreifsszenarien umfassen CI/CD-Pipelines zur automatisierten Binäranalyse, Entwickler-Arbeitsstationen, die objdump/readelf für nicht vertrauenswürdige Binärcode ausführen, Tools zur automatischen Sicherheitsprüfung oder Malware-Analyse, die binutils aufrufen, sowie Paket-Build-Systeme, die Code von Drittanbietern verarbeiten.

Hinweis: Diese Schwachstelle ist nur dann ausnutzbar, wenn binutils mit aktiviertem DLX-Backend erstellt wurde (typischerweise über `--enable-targets=all`).

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Zuständig

Redhat

Reservieren

29.07.2026

Veröffentlichung

29.07.2026

Moderieren

akzeptiert

Eintrag

VDB-384133

CPE

bereit

EPSS

0.00000

KEV

nein

Aktivitäten

high

Quellen

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